
Der Nachrichtenagentur AFP liegen geheime Militärdokumente vor, aus denen hervorgeht, dass das französische Militär zwischen den Jahren 1960 und 1966 ihre eigenen Truppen in algerische Atomtestgebiete entsandt hatten, um "die körperlichen und psychologischen Effekte einer Atomwaffenexplosion auf den Menschen" zu studieren. Dabei wurden die eigenen Soldaten mit voller Absicht erhöhter radioaktiver Strahlung nach einer Atombombenexplosion ausgesetzt um die Effekte auszutesten.
So lief im Jahr 1961 beispielsweise eine Operation, bei der die Soldaten zu Fuß und in LKW's nur einige hundert Meter zum Epizentrum der Atomexplosion gebracht wurden, und zwar in weniger als einer Stunde nach der Detonation. Die Beteiligten mussten in einem Zeitrahmen von 45 Minuten sinnfreie Tätigkeiten wie Erdlöcher ausheben verrichten. Sie waren dabei nur durch normale Militärschuhe, Umhänge, Handschuhe und einfache Gesichtsmasken "geschützt".
Als Resultat stellte ein Bericht trocken fest, dass "es aus den Resultaten erscheint, als ob 800 Meter vom Nullpunkt entfernt und außerhalb der fall-out-Zone der Kämpfer weiterhin körperlich in der Lage war weiter zu kämpfen".
Dieser Zynismus und die gezeigte Menschenfeindlichkeit den eigenen Leuten gegenüber sollte all den Naivlingen, die glauben dass die Regierungen uns lieben, nie etwas böses tun und stets nur unser Bestes wollen eine deutliche Warnung sein.
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