
Ein trauriges Ergebnis des letzten Jahrzehnts, insbesondere aufgrund der Praktiken der US-Administrationen unter G.W. Bush war, dass die Folter als Verhörmethode wieder hoffähig gemacht wurde. Gab es dazu vor einigen Jahren vielleicht noch hier und da Zuckungen und zahme Proteste von Senatsausschüssen, linken Medien und Amnesty International, so scheint die Folter als Standardinstrument heute mittels der Macht der Gewohnheit und des jahrelangen ergebnislosen Weichdiskutierens in die alltägliche Normalität übergegangen zu sein.
Das war sicherlich auch genau so bezweckt und die Wahl Barack Obamas als linkem Messias konnte schlussendlich dann noch das restliche Feld der linken Anti-Folter-Bewegung mit falschen Versprechungen vereinnahmen und ruhig stellen. Was hat sich denn gegenüber der Politik seiner Vorgängerregierung genau geändert? Nichts. Aber alle fühlen sich "irgendwie besser".
Ein aktuelles Beispiel aus den Vereinigten Staaten zeigt erneut die Auswirkung einer staatlich geförderten und legalisierten Folter auf den Gesundheitszustand einer Gesellschaft als Ganzes.
Der 27-jährige Joshua Tabor aus Tacoma, Washington wurde kürzlich festgenommen, weil er seine 4-jährige Tochter mittels Waterboarding gefoltert hatte. Unrechtsbewusstsein verspürte er dabei nicht, denn schließlich "konnte sie das Alphabet nicht aufsagen". Sicher hatten ihm seine Vorgesetzten in der benachbarten Lewis-McChord-Basis oder seine "Friedensmissionen" im Irak oder in Afghanistan diesen Zivilisationssprung gelehrt.
Letztendlich wurde er verhaftet, weil er mit einem kugelsicheren Militärhelm ausgerüstet in den Nachbargärten herumstreifte und drohte Fenster einzuschlagen. Wer weiß schon genau wieviele solcher tickender Zeitbomben noch in den US-Städten herumstreifen?
Auf Lug und Trug basierende Angriffskriege und staatlich legalisierte Folter machen eine Gesellschaft krank. Der einzige Heilungsweg ist die Abschaffung derselben.
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