Kopenhagen, Schmopenhagen
Von Jesse Ellison | NEWSWEEK | Veröffentlicht am 28. November 2009 | Aus der Zeitschrift Ausgabe vom 7. Dezember 2009
Deutsche Übersetzung: Phreak / ronpaul.blog.de
Wie inzwischen weltweit zugegeben wurde, wird es auf der Konferenz in Kopenhagen diesen Monat zu keinem Klima-Vertrag kommen. Allerdings könnte es alternative Wege zur Bekämpfung der globalen Erwärmung geben. Verschiedene Methoden des Geo-Engineering beschäftigen sich mit unorthodoxen Mitteln zur Kühlung des Planeten. Die Befürworter sagen, dass einige dieser Vorschläge schnell und kostengünstig umgesetzt werden könnten. Ein Konzept ist bekannt als "stratospheric aerosol insertion", also die Einbringung von Schwebstoffen in die Stratosphäre. Eine kurze Einführung:
Wie es funktioniert
Militärflugzeuge (oder Helium-Ballons) versprühen Schwefelgase in der Stratosphäre, welche sich zerstreuen und oxidieren. Die Partikel streuen einen Teil des Sonnenlichts, welches somit nicht mehr von der Oberfläche des Planeten absorbiert werden würde. Je mehr Sonnenlicht abgelenkt wird, desto kühler der Planet. Es ist wie eine künstliche Version eines ausbrechenden Vulkans.
Die Quintessenz
Es wären keine größeren technologischen Innovationen nötig und - laut "Council on Foreign Relations" - mit einem Kilogramm Schwefel könnten die Auswirkungen von mehreren hunderttausend Kilogramm Kohlendioxid ausgeglichen werden. Mögliche Nachteile: regionale Zerstörung der Ozonschicht, Verschiebungen der Wetterbedingungen, Trockenheit.
Quellen: Copenhagen Consensus Center, Ken Caldeira, Carnegie Institution