Texas Straight Talk
Montag, 28. September 2009
Dr. Ron Paul
Deutsche Übersetzung: Fufurios / Ruhrpott for Ron Paul

Ich war letzte Woche sehr zufrieden, dass der Ausschuss für Finanzleistungen eine Anhörung über die den "Federal Reserve Transparency Act", H.R. 1207, abhielt. Der Gesetzesentwurf hat 295 Unterstützer und es gibt ebenfalls starke Unterstützung für den begleitenden Gesetzesentwurf im Senat. Die Anhörung war ein großer Schritt nach vorn, um ihn zu verabschieden.
Ich war froh, dass die Anhörung so gut besucht war, wenn man berücksichtigt, dass sie Freitagmorgens um 9 Uhr stattfand. Seit Jahren rede ich über die ungeheuere, ungeprüfte Macht der Federal Reserve, während sich die Aufmerksamkeit des Kongresshauses immer auf andere Dinge konzentrierte. Um so erfreuter war ich, dass meine Kollegen prüfende Fragen stellten und ihre aufrichtige Besorgnis in dieser wichtigen Angelegenheit ausdrückten.
Die Zeugen, die zugunsten von H.R. 1207 aussagten, brachten ein paar sehr starke Argumente vor, was angesichts der einfachen Vernunft des Gesetzesentwurfes keine Überraschung war. Es war auch keine Überraschung, dass der Zeuge, der gegen den Gesetzesentwurf aussagte, keine guten Argumente dagegen vorbrachte, warum eine vollständige Bilanzprüfung nicht sofort eingeleitet werden sollte. Er versuchte die These aufzustellen, dass die Fed gegenüber dem Kongress bereits ausreichend rechenschaftspflichtig und die derzeitige Rechnungsprüfungspolitik hinreichend sei. In Wahrheit kommt die Fed ins Kongresshaus, um dann nur über Dinge zu sprechen, über die sie sprechen will, und das GAO (Government Accountability Office) prüft nur, was ihr die derzeitigen Gesetzgebung erlaubt zu prüfen. Die wirklich wichtigen Dinge jedoch sind tabu. Es gibt keine überzeugenden Beweise dafür, dass alles, was die Fed außerhalb dieser Grenzen tut, im besten Interesse der amerikanischen Bürger ist.
Es wurde argumentiert, dass eine vollständige Auskunft der Details über die Finanzierungshilfen TALF (Term Asset-Backed Securities Loan Facility) und PDCF (Primary Dealer Credit Facility), die die massiven Rettungspakete für Wall Steet ermöglichten, die Finanzlage jener Unternehmen schädigen und die Wirtschaft aus dem Gleichgewicht bringen würde. Mit anderen Worten, wenn die amerikanischen Bürger gewusst hätten, wie faul die Bücher dieser Banken waren und wieviel Mist sie gebaut haben, hätten sie niemals bereitwillig in diese investiert und sie wären Bankrott gegangen. Ein Bankrott ist aber keine Alternative für die Freunde der Fed. Folglich muss das Kapital den Bürgern in einer Nacht- und Nebelaktion gestohlen werden. So funktioniert kein freies Land. So funktioniert kein freier Markt. So etwas ist Vettern-Korporatismus. Statt eine Kraft für ökonomische Stabilisierung zu sein untergräbt sie diese total.
Wenn die Fed ihre tatsächlichen Argumente gegen eine vollständige Bilanzprüfung vorbrächte, würde sie nichts von ihrer politische Unabhängigkeit oder der wirtschaftliche Stabilität erwähnen. Stattdessen würde sie eingestehen, dass sie nicht überprüft werden möchte, da sie ihre gegenwärtige Lage zu sehr genießt. In ihrer Rolle als Währungskontrolleur sind sie in der Lage ihren leistungsfähigen Verbündeten an der Wall Street gegen lukrative Jobs zu helfen, und wer weiß, was sonst noch so geschieht. Eine Bilanzprüfung würde die Fed als massiven Betrug entlarven, der an diesem Land verübt wurde, die Bereicherung einiger weniger privilegierter Bankern an der Spitze unserer ökonomischen Nahrungskette und eine Hinterlassenschaft von massiv abgewerteten Dollar für den Rest von uns, die per Gesetz dazu gezwungen werden, sie zu verwenden. Eine Bilanzprüfung würde die Bürger erkennen lassen, dass, während Bernie Madoff viele Investoren um viel Geld betrog, die Fed jeden von uns betrogen hat, indem sie den Wert unseres Geldes zerstörte. Ein ehrliche und vollständiger Rechenschaftsbericht, wie das Geldsystem in diesem Land wirklich arbeitet, würde bedeuten, dass es kaum wahrscheinlich ist, dass die amerikanischen Bürger es weiterhin dulden würden.












