3/30/2009 | Texas Straight Talk
Dr. Ron Paul

Deutsche Übersetzung: Fufurios / Ruhrpott for Ron Paul

Wir habe mittlerweile viele Horrorgeschichten über brutale Morde und skrupellose Gewalt im Bezug auf Drogenkartelle gehört, die sich mit mexikanischen und amerikanischen Beamten einen blutigen Krieg liefern. Wir nähern uns dem Siedepunkt einer ausgewachsenen Krise. Leider wird die Regierung diese Gelegenheit nicht vergeuden um die Staatsgewalt weiter auszudehnen. Wir können aber hoffnungsvoll einen tiefen Atemzug machen und eine Blick in die Geschichte werfen, um einen Weg zu finden, mit dieser gefährlichen Situation umzugehen, die nicht beispiellos ist.

Das Alkoholverbot in den 1920'er Jahren brachte ähnliche Gewalttätigkeiten, kriminelle Banden, Gesetzlosigkeit, Korruption und Brutalität. Der Grund für Gewalt war nicht der, dass die Herstellung und der Verkauf des Alkohols von sich aus gefährlich war. Die Gewalt kam zustande, weil sich ein brutaler Schwarzmarkt bildete der enorme Profite versprach. Diese Profite machten es Kriminellen wie Al Capone möglich unglaublich reich zu werden und diesen Reichtum aggressiv zu verteidigen. Für Al Capone war eine Aufhebung der Prohibition die größte Bedrohung. In der Tat: Schmuggel-Operationen und Bandenkriege ließen nach, nachdem die Prohibition aufgehoben wurde. Heutzutage ist es völlig normal zum Essen einen Wein zu trinken und Fahrer von Biertransporten müssen auch nicht mehr um ihr Leben fürchten.

Ähnlich wie heute wäre der beste Weg um gewalttätige Drogenkartelle zu bekämpfen ihre dunklen Geschäfte ans Tageslicht zu holen. Leute hätten die freie Wahl, ob sie sich ihre Drogen bei einem kriminellen Drogendealer im düsteren Hinterhof besorgen oder ob sie sie in einer kaffeehaus-ähnlichen Apotheke erhalten. Zudem würden gesetzestreue Apotheken ein Interesse daran haben, dass minderjährigen keine Drogen bekommen, genauso wie es in Bars bei Alkohol und in Geschäften bei Produkten mit Altersbeschränkungen auch ist. Denken Sie mal daran, wie viel Zeit und Mittel die Gesetzgebung sparen könnte, wenn sie sich auf die Aufklärung von Gewaltverbrechen konzentrieren würde, statt ständig diesen unmöglichen Kindermädchen-Staat zu bevollmächtigen, Menschen vor sich selbst beschützen zu müssen.

Wenn diese Gründe nicht ausreichen sollten den Krieg zu beenden, würde ich sie dringend bitten die Verfassung der Vereinigten Staaten zu achten und sorgfältig zu prüfen, ob es irgendeiner Behörde erlaubt ist, persönliche private Entscheidungen wie diese zu verbieten. Alle unsere Freiheiten - die Religionsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Redefreiheit, das Waffenbesitzrecht, das Recht auf Freiheit vor unnötigen Durchsuchungen und Festnahmen durch den Staat - abstammend vom Grundsatz, das jeder sein eigener Herr und für seine Entscheidungen selbst verantwortlich ist. Verbote verleugnen das Selbstbestimmungsrecht und sind eine absolute Beleidigung für die Grundsätze der Freiheit. Ich bin nicht einverstanden mit dem gedankenlosen Gebrauch von Drogen. Aber wenn die Leute zur Zeit nur die Möglichkeit haben eine gute Entscheidung zu treffen sind sie nicht wirklich frei in ihrer Entscheidung. Auf jeden Fall sollten die einzelnen Bundesstaaten für sich selbst entscheiden, wie man mit diesen Belangen umgeht und die Regierung sollte ihre Entscheidungen respektieren.

Meine große Befürchtung ist, dass der Kongress gezwungen sein wird wieder einmal schnell und gedankenlos ohne eine Debatte zu agieren, anstatt mit den aktuellen Problemen wohlüberlegt umzugehen. Ich kann mich an kein einziges Problem erinnern, welches wir auf diesem Weg nicht schlimmer gemacht haben. Die Panik, die durch die sich anbahnende Krise in Mexiko erzeugt wird sollte nicht in die Beschränkung von mehr Rechten umadressiert werden, besonders nicht der 2. Zusatzartikel der Verfassung, dessen Änderung offenbar in Arbeit zu sein scheint. Zweifellos werden Waffengesetzte als Antwort auf diese Gewalt nur dazu dienen legitime Staatsbürger zu entwaffnen. Das ist, worauf man achten und man sich entgegenstellen sollte. Wir haben den Drogenkrieg ausgedehnt um nun festzustellen, dass sich nur die Gewalttätigkeiten und Profite, die mit Drogen zusammenhängen, ausgedehnt haben. Es ist an der Zeit es stattdessen endlich mal mit Freiheit zu versuchen.

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